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Stadtleben | 25. Juni 2026

Vollsanierung der Dolomitenhalle läuft auf Hochtouren

Wo bislang wuchtige Tennisaufschläge und rasante Ballwechsel zu hören waren, prägen seit März 2026 Bagger und Baumaschinen die Geräuschkulisse in der Dolomitenhalle in Lienz. Grund dafür ist die Sanierung der Tennishalle, die 1979 errichtet wurde.

 

Sie hat deutliche Spuren hinterlassen, die jahrzehntelange Nutzung der Tennishalle in Lienz. Davon ist jedoch nicht nur der sportliche Bereich betroffen, auch die sanitären Anlagen und das Heizsystem in den Hallen erfüllten nicht mehr die modernsten Standards. Bei der geplanten Wiedereröffnung im Winter 2026/27 gehört dies der Vergangenheit an.

Dabei geht das Projekt über eine reine Instandsetzung hinaus. Neben der Erneuerung der bestehenden Hallen entsteht ein neuer Zwischentrakt und auch die Außenanlagen werden größer gestaltet, genauso wie die Sanitärbereiche. Der Gastronomiebereich bleibt wie bisher. Für eine unterstützende Energieversorgung der Hallen sind auf dem Dach des neuen Mitteltrakts Photovoltaikflächen vorgesehen. Zudem können die neuen Räumlichkeiten auch als zeitgemäße Mehrzweckhalle Verwendung finden, die sowohl für den Sportbetrieb als auch für Veranstaltungen geeignet ist.

 

Belag vom Feinsten

 

Beim Belag der vier Plätze setzt man auf den sehr hochwertigen Belag „Laykold Masters 8“. Dieser ist ITF-zertifizierbar (International Tennis Federation), womit er die technischen Normen der ITF für offizielle Turniere und Wettkämpfe erfüllt. Des Weiteren ist er enorm abriebfest und in 17 UV-resistenten Farben erhältlich. In Lienz hat man sich für blaue Plätze mit grünen Außenbereichen entschieden.

Die Gesamtkoordination des vom Gemeinderat beschlossenen Masterplans liegt bei den Verantwortlichen des Bauamtes der Stadtgemeinde Lienz. Die Ausführungsplanung des Vorhabens erfolgt durch das Lienzer Architekturbüro Valtiner, das Planungsbüro Technoterm und die Firma „sk360“. Die Bauarbeiten wurden an die Strabag vergeben (1,78 Millionen Euro), die Haustechnik an die Firma Stolz (rund 945.000 Euro) sowie die Elektroarbeiten an die Firma Ortner (644.000 Euro).

 

Zeitplan und Kosten

 

Bei den Arbeiten liegt man im Zeitplan. Die Umkleidekabinen und Sanitärbereiche wurden gleich zu Beginn entkernt und das frühere Restaurant „Matchpoint“ im Obergeschoss abgetragen. Nach Westen, also in Richtung Schwimmbad, wurde eine neue Bodenplatte betoniert, auf der moderne Garderoben und Sanitärräume entstehen. Parallel dazu läuft die energetische Sanierung des Gebäudes.

Laut Detailplanung des Architekturbüros Valtiner belaufen sich die aktuellen Gesamtkosten auf rund 5,3 Millionen Euro netto. Die Finanzierung setzt sich aus Förderungen des Bundes (495.000 Euro), des Landes Tirol (300.000 Euro), des Tourismusverbandes Osttirol (500.000 Euro, zweckgewidmet für Veranstaltungstechnik) sowie der Stadt Lienz (3,5 Millionen Euro) zusammen.