In Kooperation mit der Stadtgemeinde Lienz führte das Institut für Geographie und Regionalforschung der Universität Wien in Lienz eine umfassende Quartieranalyse durch. Die Ergebnisse wurden nun dem Ausschuss für Wirtschaft und Standortentwicklung vorgestellt.
In enger Zusammenarbeit mit dem Stadtmarketing Lienz analysierte das Institut für Geographie und Regionalforschung der Universität Wien ein Semester lang im Rahmen einer regulären Lehrveranstaltung die Lienzer Innenstadtquartiere. Gemeint sind damit die Geschäftsstraßen der Innenstadt, die sich durch bestimmte gemeinsame Merkmale von anderen Bereichen unterscheiden, zum Beispiel durch ihre historische Entwicklung, ihre Nutzung, ihre Architektur, ihre soziale Zusammensetzung oder ihre Funktion im städtischen Gefüge.
Durchgeführt wurde die Analyse im Rahmen des „Projektseminars aus Angewandter Geographie, Raumforschung und Raumordnung". Die Lehrveranstaltungsleitung übernahmen Martin Heintel und Dominik Ebenstreit. Insgesamt arbeiteten elf Studenten an diesem Projekt, welche im Zuge der Lehrveranstaltung die Stadtquartiere aus wissenschaftlicher Perspektive genauer beleuchteten.
Untersucht wurden dabei unter anderem das bestehende Angebot an Innenstadtbetrieben sowie vorhandene Leerstände. Darüber hinaus erarbeiteten die Studenten Anregungen und Vorschläge – etwa für Begrünungen, Beschattung, zusätzliche Sitzmöglichkeiten sowie konsumfreie Aufenthaltsbereiche. Diese und viele weitere Aspekte wurden in den Kategorien Stärken, Schwächen, Chancen und Gefahren gegliedert und ausgewertet.
Die daraus gewonnenen Erkenntnisse wurden am Donnerstag, den 9. Juli, im Rahmen der 12. Wirtschafts- und Standortgespräche den Mitgliedern des gleichnamigen Ausschusses der Stadt sowie geladenen Gästen aus Wirtschaft und Politik vorgestellt.
Ziel der Analyse ist es, die Sichtbarkeit der einzelnen Quartiere zu stärken und die daraus gewonnenen Erkenntnisse in konkrete Initiativen einfließen zu lassen, welche die Attraktivität der Stadt erhalten und gegebenenfalls zusätzlich steigern sollen.