Vor dem Abschluss stehen die Arbeiten zum Hochwasserschutzprojekt in Lienz. Damit befindet man sich zeitlich voll im Plan. Der Iselsteg, die Sonnenlounge und das Naherholungsgebiet bei der Schlossbrücke sollen zwischen April und Mai fertig sein.
Drei Jahre lang, immer zu den Niedrigwasserphasen im Winter, arbeiteten zahlreiche Arbeiter, unter der Federführung des Baubezirksamtes Lienz und des Bauamtes der Stadtgemeinde Lienz im Bachbett der Isel auf Hochtouren, um eines der größten Hochwasserschutzprojekte Tirols der letzten Jahre umzusetzen. „Es war bautechnisch ein enormer Kraftakt“, betont die Lienzer Bürgermeisterin Elisabeth Blanik. „Allerdings bleibt dadurch für viele Generationen die Sicherheit gewährleistet“, ergänzt sie.
Baubegleitend gesetzte Maßnahmen heben zudem die Lebensqualität in der Stadt. „Neben dem neuen Iselsteg, den großzügig gestalteten Fußgängerbereichen zu beiden Seiten sowie der neuen Isellounge kann man sich auch auf einen neuen Naherholungsbereich am Wasserrain bei der Schlossbrücke freuen“, kündigt Blanik an. Dabei handelt es sich um eine ökologische Ausgleichsmaßname, durch die sich ein kleiner Seitenarm der Isel schlängeln wird.
Laut Johannes Nemmert, dem Leiter des Baubezirksamtes Lienz, ist der Großteil der Arbeiten vor dem Sommer 2026 abgeschlossen. „Ende April sind wir aus dem Bachbett heraußen und wird auch der Iselsteg freigegeben. Im Mai sind dann die Arbeiten an der Sonnenlounge und bei der Schlossbrücke abgeschlossen“, so Nemmert.
Länger dauern die Arbeiten am rechten Iselweg, da dieser nur indirekt mit dem Hochwasserschutzprojekt zusammenhängt und in den Bereich der Straßenerneuerung fallen. „Hierfür wird ein neuer Unterbau samt neuer Entwässerungen hergestellt und im Anschluss eine neue Asphaltdecke aufgebracht“, erklärt Stadtbaumeister Klaus Seirer.
Erfreulich ist, dass man den zeitlich gesetzten Rahmen einhalten konnte, wofür Bürgermeisterin Elisabeth Blanik den verantwortlichen Planern, umsetzenden Firmen und Arbeitern Respekt zollt. „Bedanken möchte ich mich aber auch bei den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt, die während der Bauzeit großes Verständnis für die Wichtigkeit dieses Hochwasserschutzprojektes, und den damit einhergehenden Beeinträchtigungen aufgebracht haben“, so Blanik.